Schleichdiktat: Haselnussblüten
Haselnussblüten
Die Hasel blüht bereits sehr zeitig im Jahr.
Ab Januar kann man sie an den langen männlichen Blütenständen erkennen.
Man nennt sie auch Kätzchen.
Wer genau hinschaut, entdeckt die kleinen weiblichen Blüten.
Aus ihnen entwickeln sich später die Haselnüsse.
Der Wind trägt den Pollen von den Kätzchen zu den Blüten.
Das nennt man Windbestäubung.
Im Herbst können wir die reifen Haselnüsse sammeln.
Impulse für weiterführende Aufgaben:
Halte auf deinem Schulweg nach Haselnuss-Sträuchern Ausschau. Du erkennst sie gut an den männlichen Blütenständen. Wenn Du genau schaust, siehst du auch die kleinen weiblichen Blüten mit der rosa Färbung. Notiere den Ort und das Datum deiner Entdeckung.
Forscherfragen: Warum blüht die Hasel, bevor sie Blätter bekommt? Warum nennt man die männlichen Blütenstände „Kätzchen“?
Erkläre eines der zusammengesetzten Substantive mit eigenen Worten.
Notiere drei richtige und drei falsche Aussagen zum Text (z.B. „Der Haselnusstrauch blüht im Juni“). Tausche mit einem Partnerkind. Findet und besprecht die falschen Aussagen.
Wähle eine Gedichtform (z.B. Elfchen oder Akrostichon) und verfasse dein eigenes Haselnuss-Gedicht. Nutze dafür Wörter aus dem Text.
siehe auch
- Entdeckungen im Gartenjahr: Haselnussblüten
- Wetter und Thermometer: Von täglichen Beobachtungen zum Wetterprotokoll
- Wörter, Sätze, Poesie: Beitragsreihe Gedichte
Die Übungsform „Schleichdiktat“ kombiniert Bewegung (→ bewegter Unterricht) mit der Vermittlung grundlegender Basiskompetenzen im Deutschunterricht. Lernende setzen sich aktiv mit dem Klassenwortschatz auseinander und erwerben dabei nicht nur die Fähigkeit zur normgerechten Schreibung, sondern auch ein Bewusstsein für die Struktur und Funktion von Sprache.
Schleichdiktate eignen sich, um die Rechtschreibsicherheit und das Sprachbewusstsein von Schülerinnen und Schülern in der Grundschule zu fördern. Bei dieser Diktatform merken sich die Lernenden Wörter oder Wortgruppen eines im Raum platzierten Textes und übertragen diese anschließend in ihr Heft. Durch das selbstständige Arbeiten im individuellen Tempo und das eigenverantwortliche Kontrollieren anhand des Originaltextes entwickeln die Kinder grundlegende Lese- und Schreibkompetenzen.
Dabei ermöglichen Schleichdiktate eine differenzierte Wortschatzarbeit im integrativen Deutschunterricht. Durch qualitativ und quantitativ abgestufte Texte können alle Kinder ausgehend von ihrem Niveau am gemeinsamen Lerngegenstand arbeiten. Weiterführende Aufgaben aus den Bereichen „Sprache untersuchen“ oder „Für sich und andere schreiben“ lassen sich gut an das Schleichdiktat anschließen. Beim Wechsel von Lesen → Merken → Schreiben → Überprüfen wird nicht nur die Rechtschreibung geschult, sondern auch das Selbstbewusstsein beim Umgang mit Sprache gestärkt.
Wir stellen in unserer neuen Kategorie regelmäßig von uns erprobte Schleichdiktate für die Klassenstufen 1 bis 4 vor.
Zum Basisartikel: → Wortschatzarbeit – Schleichdiktate im integrativen Deutschunterricht

Judith Köhler & Andreas Grajek
siehe auch
Letzte Aktualisierung: 1. Februar 2026

















